Leitbild/Selbstverständnis

Hier gibt es den ersten Entwurf zum Leitbild. Nee, stimmt nicht mehr. Es ist eher ein Vorschlag für ein Selbstverständnis des Neuen Netzwerks. Also haben wir es umbenannt 🙂
Ein Leitbild wäre kürzer, knackiger, visionärer, … (siehe die Kommentare)

Und hier kann man den Vorschlag kommentieren:
(und wir wünschen uns VIELE Kommentare …)

 

5 Gedanken zu „Leitbild/Selbstverständnis

  1. Erstmal vielen Dank, dass die Diskussion jetzt mit einem Aufschlag beginnt!
    ….will auch gerne gleich einen comment abliefern….

    Vorschlag zum ersten Abschnitt:

    Wir sind ein offenes, interkulturelles, dynamisches Netzwerk für Einzelpersonen, Initiativen und Organisationen, die sich kritisch mit den Folgen von Globalisierung auseinandersetzen.

    (klingt für mich positiver und einladender und nennt das gemeinsame Thema.)

    Wir sind offen für alle, die sich für eine weltoffene Politik, globalen Umweltschutz, die Wertschätzung kultureller Vielfalt, die Einhaltung der Menschenrechte sowie für zivile Konfliktlösung und Frieden einsetzen.

    (Ich würde ich den „Interessensausgleich zwischen….“ streichen, da wir uns dann wieder zu Handenden für andere machen und eine Zielgruppe haben für die wir uns einsetzen. Ohnehin ist der Interessensausgleich die Folge der anderen oben genannten Ziele…. mit der „Demokratisierung“ hab ich auch so meine Probleme. Lasst uns ruhig auch über die Reihenfolge der genannten Ziele nochmal nachdenken. )

    Den Abschnitt „Gemeinsam“ halte ich für problematisch, da sehr detailliert und genau deshalb sicher unvollständig ist und u.U. ausschließend. Außerdem verlassen wir dann die Idee einer offenen „fluiden“ Plattform und werden zu gemeinsam Handelnden, die sich in allen genannten Dingen „einig“ sind. Schöner wäre es aber, wenn das NN dynamisch bliebe und immer wieder mal in unterschiedlichen Konstellationen öffentlichwirksam tätig wird.

    Ich würde deshalb den Abschnitt streichen, das Leitbild superkurz halten und alles an weiteren Konkretionen ins Innere der Website packen. Da können sich dann alle Beteiligten mit ihre Schwerpunkten (und Angeboten) vorstellen und vernetzen.

    Letzter Satz:
    Wir tragen in einem offenen, dynamischen Prozess zu einer politisch und ökologisch nachhaltigen Veränderung der Gesellschaft bei, die allen ein menschenwürdiges Leben ermöglicht.

    (Negation habe ich gelöscht, außerdem finde ich, dass es kein Recht der wirtschaftlich, politisch und militärisch Agierenden gibt… 🙂 )

    Ein kurzes und positiv einladendes offenes Leitbild würde mir Lust machen, mir die Website und das Netzwerk genauer anzuschauen.

    In diesem Sinne lasst uns weiter diskutieren…..
    Klaus

    • Mir gefällt dieser Vorschlag sehr gut.
      Ich denke, dass wir uns vielleicht mit dem Kulturbegriff nochmal auseinandersetzen sollten. Interkulturell beinhaltet noch so den alten Herderschen Inselkulturbegriff und ich würde das Austauschen gegen den Begriff Transkulturell (nach Wolfgang Welsch).

  2. Gerne möchte ich ebenso zur Diskussion beitragen und noch einmal mein Anliegen hier für alle publik machen.

    Wie ich schon in der AG N.N. betont habe, soll ein Leitbild kurz, prägnant und v.a. positiv ausgedruckt werden. Doch erst einmal ist es notwendig, ein gemeinsames Verständnis bzw. eine Basis zur Diskussion zu schaffen, die für alle nachvollziehbar ist.

    Wie der Name des LeitBildes aufzeigt, soll in kurzen Sätzen ein Bild hergestellt werden, das richtungsweisend ist und an dem sich sowohl intern (handlungsleitend, motivierend) als auch extern (f. die Öffentlichkeit, Zielgruppe) Menschen orientieren können. So gesehen ist es eine Vision bzw. ein Narrativ, mit der Idee in einer bestimmten Zeit dorthin zu gelangen. Wie und mit welchen Werkzeugen, ist nicht Inhalt des Leitbildes bzw. das Leitbild ist normativ und gibt den Rahmen für die anderen Punkte, die erst dann folgen.

    V.a. in der NRO-Landschaft werden diese Punkte alle unter dem Leitbild zusammengeschrieben. Ich rate dazu ab, da es so nicht stimmt. Falls doch dann rate ich eine Untergliederung vorzunehmen in: ‚Vision‘, ‚Mission‘ bzw. der Aufgabe und in der Art und Weise wie das Leitbild oder die Vision zu erreichen ist, was insbesondere in der Ökonomie als ‚Strategie‘ bezeichnet wird. Oftmals werden diese Punkte auch anders genannt, wie: ‚Was wir wollen‘, ‚Wer wir sind‘, ‚Was wir tun‘ etc. Die Überschriften sind aber nicht erstrangig!

    Die Einteilung der Inhalte und Themen bzw. Gliederung in Leitbild, Mission, Strategie (bzw. strategische und operativen Ziele) ist sehr wichtig, um Überblick zu halten und um überhaupt zu wissen, worüber wir eigentlich diskutieren. Geht es um der Sache an sich oder geht es um die Art und Weise, wie bestimmte Ziele zu erreichen sind. Und bekanntlich führen viele Wege nach Rom.. also so gesehen kann die Eigenschaft, dass ein Leitbild kurz und prägnant sein soll, schon mal nicht ganz erfüllt werden.

    Und jetzt kurz zum Entwurf bisher. Erst einmal finde ich, dass diese Version schon mal viel positiver ausgedruckt ist als die Versionen davor. Das ist ein Fortschritt.
    Jedoch werden hier wieder die Punkte Vision, Mission und Strategie miteinander vermischt. Dies macht die ganze Sache nicht nur unübersichtlicher, sondern trägt auch dazu bei, dass die Komplexität des Definitionsprozesses oder der Formulierung des Leitbildes unnötig zunimmt. Also lange Diskussionsphase für uns alle.

    Ich plädiere dazu, dass wir es viel einfacher machen und den Prozess schneller gestalten, indem wir erst einmal eine Gliederung vornehmen. Beispiel: Leitbild kann auch nur ‚Frieden und Gerechtigkeit für Alle‘ heißen. Die Frage WIE?, ist aber wesentlich komplexer und v.a. wichtiger.. darüber müssen wir uns unterhalten. Und darüber sollten wir einen neuen Thread aufmachen. Dann werde ich mich auch lieber dazu äußern.

  3. Und wenn der Text in eine ganz andere Form gegossen würde?
    Statt zu sagen wer das NN ist und wofür es sich einsetzt, wer mitmacht etc. könnte man in einem kurzen Prosatext (halbe Seite) die Welt/ die Stadt Hamburg beschreiben wie wir sie uns als NN wünschen? Nicht im Konjunktiv geschrieben, sondern so als wäre sie bereits so – also ein Bild oder eine Vision! Der Text wäre dann durchweg positiv formuliert. Jede/r kann sich darunter etwas vorstellen auch wenn er/sie nicht ‚der Szene‘ angehört. Der Text macht Spass und Lust auf ‚anpacken und mitmachen‘ und ist einfach mal ‚was anderes‘!?

    Ähnlich habe ich es nämlich einmal in diesem Beispiel des Lüneburger ‚Atlasses der Visionen‘ gesehen und fand das sehr schön.
    http://www2.leuphana.de/zukunftsstadt2030/project/1126/

    Hamed, ist das ungefähr das was du auch meinst mit der Trennung von Vision, Strategie?

  4. Das Netzwerk sollte uns die Möglichkeit geben, Brennpunktthemen wie soziale Gerechtigkeit, Migration, Umwelt, Konflikte des Zusammenlebens (kultureller/religiöser/sozialer ) Art auf national sowie globaler Ebene aufzugreifen, zu thematisieren und informieren und ggf. in Arbeitsgruppen aktiv zu werden, um die ZivilGesellschaft , sowie Regierungsorganisationen Bewusstsein für Themen zu schaffen, Mitarbeit und Action for change zu motivieren.
    Ich stelle mir ein hohes Maß an Kommunikation zwischen den Netzwerkern der Organisationen vor. Expertise zu konkreten Themen von einzelnen Teilnehmern kann leichter identifiziert und gezielter eingesetzt werden. (Wer macht was-kann was-Mitgliederliste) Die Organisation von Panels, Workshops, Öffentlichkeitsarbeit kann reibungsloser gestaltet werden. Hier kann ich mir trotz aktueller Probleme soziale Medien weiterhin als wichtiges Kommunikationsmittel vorstellen.
    Formale, regelmäßige Meetings sind auf Organisationsebene/Vorstand ein fester Bestandteil. Die Vision des Netzwerkes und seine Umsetzung muss immer wieder reflektiert und ggfs. abgepasst werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.